Unternehmensnachfolge: Stiftungen als Problemlösung?

16. Juli 2013 | Von | Kategorie: Unternehmensführung

Die Problematik der Unternehmensnachfolge ist angesichts des kommenden demografischen Wandels weiterhin ein wichtiges Thema im Mittelstand. Qualifizierte Übernehmende Unternehmer bzw. Existenzgründer sind nicht leicht zu finden und wenn, müssen die handelnden Persönlichkeiten auch noch zu den künftigen Eigentümern passen. Solche Persönlichkeiten sind rar. Eine (Teil-)Lösung für dieses Problem könnte die Überführung des Unternehmens in eine Stiftung sein.

Über die Probleme und Chancen der Unternehmensnachfolge haben wir schon des öfteren berichtet und auch in den anderen Branchenmedien ist die Unternehmensnachfolge ein großes Thema. Dennoch machen sich noch immer viel zu wenige Unternehmer über ihre eigene Nachfolge Gedanken. Dabei hat so mancher Unternehmer die Rentengrenze schon längst erreicht. Mangels Nachfolger wird aber nicht an die Rente gedacht, sondern weiter geschwirtschaftet.

Die Frage nach den passenden Kandidaten sowohl aus Sicht des abgebenden Unternehmers, als auch aus Sicht des Nachfolgers kann beispielhaft die Nachfolgebörse www.nexxt-change.org beantworten. Dahinter verbirgt sich eine gemeinsame Initiative von Bundeswirtschaftsministerium, KfW-Bankengruppe, Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Zentralverband des Deutschen Handwerks, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken und Deutscher Sparkassen- und Giroverband. So manches Unternehmen konnte so schon einen neuen Chef und Eigentümer finden. Doch längst nicht alle Unternehmen sind in dieser glücklichen Lage.

Eine mögliche Lösung könnte die Überführung des Unternehmens in eine Stiftung sein. Der Betrieb kann so nach den individuellen Vorstellungen des Stifters in die Zukunft überführt werden. Zudem erschafft sich der Stifter eine Präsenz in der Gesellschaft über den Tod hinaus, indem er die künftigen Erträge wohltätigen bzw. gemeinnützigen Zwecken zur Verfügung stellt. Doch die Gründung und Einrichtung einer Stiftung ist beratungsintensiv. Dazu bedarf es Spezialisten, die auf das Thema Steuerberatung Stiftung ausgerichtet sind.

Fazit: Am Ende kann die Einrichtung einer Stiftung durchaus als sinnvolle Entscheidung in Sachen Unternehmensnachfolge betrachtet werden. Dennoch steht auch hier die personelle Ausgestaltung und die konkrete Nachfolge an der Unternehmensspitze im Vordergrund. Durch die Möglichkeit den Stiftungszweck entsprechend zu formulieren, kann man bereits zu Lebzeiten sein ehrendes Angedenken sicherstellen.


Schlagworte: , , ,

Ein Kommentar auf "Unternehmensnachfolge: Stiftungen als Problemlösung?"

  1. Lutz Breunig sagt:

    Wenn tatsächlich niemand als Nachfolger zu finden ist, gibt es immer noch die Lösung, „Substanz und Kernkompetenz“ gewinnbringend zu veräussern. Kurzfristig realisierbare Lösungen sind keinesfalls zu erwarten – zumal ein solches „Projekt“ angemessen vorzubereiten ist. Eine Stiftung erscheint mir allerdings wie ein Abschied vom Markt …

Schreibe einen Kommentar